Jahrestagung "Zukunft Tiergesundheit e.V." und "Tiergesundheit 5.0 GmbH"
Hinweis
Der folgende Blog-Beitrag wurde erstellt und zur Verfügung gestellt von Erika Kalbfleisch, Am Kaiserschlag 80, 64295 Darmstadt.
Jahrestagung 2025 in Eisenach 01. & 02. November 2025
Thema: Gesundheit beginnt im Kopf
Wenn auch spät – so möchte ich Euch von der sehr gelungenen Jahrestagung 2025 des Vereins Zukunft Tiergesundheit e.V. und der Gesellschaft Tiergesundheit 5.0 GmbH berichten.
Am ersten November-Wochenende 2025 trafen sich MitgliederInnen und interessierte TierbesitzerInnen zur Jahrestagung des Vereins Zukunft Tiergesundheit im Penta Hotel in Eisennach.
Am Freitagabend gab es nach der Mitgliederversammlung bereits einen sehr interessanten Vortrag zur Dynamischen Agroforstwirtschaft – Die Kunst, Leben lebendiger zu machen mit Joachim Milz (Ecotop). Herr Milz begann 1996 mit der Umstellung seiner Farm im bolivianischen Tiefland auf Sukzessionsagroforstwirtschaft (= naturnahes Landbausystem, das natürliche Waldentwicklungsprozesse nutzt, um Nahrungsmittel, Holz und Biomasse zu produzieren). Aus diesen Erkenntnissen heraus wurde Ecotop gegründet und ist inzwischen weltweit tätig.
Im Anschluss daran bot das gemeinsame Abendessen und ein Get Together die Möglichkeit, sich näher kennen zu lernen.
Wer den Verein Zukunft Tiergesundheit noch nicht kennt, kann sich über die Website https://zukunft-tiergesundheit.de/ weiter informieren. Der Veranstalter Tiergesundheit 5.0 bietet über seine Website https://www.tiergesundheit5punkt0.de/ hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten an, nicht nur für medizinische Fachkräfte, sondern auch für interessierte TierbesitzerInnen. Für mich ist die Mitgliedschaft in diesem Verein eine Herzensangelegenheit. Es trifft genau das, was ich mir unter einer Zusammenarbeit aller tierheilkundlichen Berufe immer vorgestellt habe!
Der erste Eindruck an diesem Freitagnachmittag hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Gemeinschaft wird herzlich und authentisch gelebt – man begegnet sich auf Augenhöhe mit Wertschätzung und Respekt.
Der Verein wurde übrigens im April 2023 gegründet und hatte im November 2025 bereits 120 Mitglieder aus allen Bereichen, die sich mit Tiergesundheit beschäftigen. So trafen sich an diesem Wochenende Tierärzte, Tierheilpraktiker, Physiotherapeuten, Osteopathen und TCM-Therapeuten, usw. zu einer für mich sehr bewegenden Zusammenkunft, den es ging hier darum, zu begreifen, dass das Tier Teil eines lebendigen Systems ist, die über komplexe Beziehungen von Körper und Seele, Umwelt und Beziehungen untrennbar miteinander vernetzt sind.
Die Sichtweisen und Behandlungsmöglichkeiten der verschiedenen Therapeuten ergaben eine wunderbare Mischung ganzheitlicher medizinischer Therapieformen.
Samstag, 01.11.2025
Samstag und Sonntag begann die Tagung mit einer morgendlichen Einstimmung durch Elvira Freifrau von Schenck, Wildtierärztin, die uns auf eine meditative Reise in den Herzensgarten mitnahm.
So energetisch gestärkt folgten die weiteren Vorträge.
Alles Kopfsache wurde von Gisela Bolbecher, Tierärztin, die über ihre energetische Arbeit mit der Body Code Methode berichteten, einer Heilmethode, die die grenzenlose Kraft des Unterbewusstseins nutzt, um körperliche und seelische Imbalancen aufzuspüren und zu behandeln.
Andreas Striezel, Tierarzt, als „Gesundheitsberater“ betrachtete landwirtschaftliche Betriebe ein untrennbares System aus Boden, Pflanze, Tier und Mensch. Er plädiert für Ursachenlösung statt Symptombekämpfung. Er will Landwirte aus dem „Feuerwehrmodus“ herausholen, damit sie wieder agieren können, statt nur auf Probleme zu reagieren.
Zahnwurzelherde sind oft mehr als nur ein lokales Leiden – sie sind systemische Störfelder. Uwe Petermann zeigte in seinem Vortrag, wie Zahnwurzelherde die körpereigene Regulation blockieren und so den Weg für chronische Krankheiten ebnen.
Mit dem Einsatz moderner Lasertechnologie und der RAC-Diagnostik kann er diese Zusammenhänge (z. B. zwischen Oberkieferzähnen und ECS oder RAO beim Pferd) aufdecken und sanft therapieren.
Weiter ging es mit Das Kiefergelenk: Sinnesorgan nicht nur für den Kauapparat mit Markus Steiner, Tierarzt, zeigte auf, dass das Kiefergelenk des Pferdes ein zentrales Sinnesorgan mit direktem Einfluss auf den gesamten Bewegungsapparat ist. Spannungen im Kiefer – oft in Verbindung mit dem Zungenbein – können sich über Faszien und Muskelketten bis zur Hüfte übertragen und umgekehrt. Das Lösen dieser Blockaden verbessert somit die gesamte Mobilität des Pferdes. Er stellte beeindruckende Beispiele aus seiner Praxis vor.
Mit Behandlung Hand in Hand – Fallbericht eines orthopädisch-neurologischen Patienten vorgestellt von Lisa Louis, Tierosteopathin und Sarah Schleißheimer, Tierärztin, ging es in den Nachmittag.
Diese beiden stellten den Verlauf einer Behandlung eines gemeinsamen Patienten vor. Nicht die Methode, sondern die innere Haltung der Besitzerin – geprägt von Angst, Vertrauen und Verantwortung – war entscheidend zur Heilung ihrer Hündin Bella. Dieses Zusammenspiel verblüffte selbst Tiermediziner, da es eindrucksvoll zeigte, wie stark die mentale und energetische Ebene des Menschen den Heilungsprozess des Tieres beeinflussen kann. Ein sehr berührendes Beispiel das zeigte, welche Heilungsmöglichkeiten sich entwickeln können, wenn sich Vertrauen in die Heilung aufbaut.
Darauf folgt schon der nächste sehr spannender Vortrag von Carla Reiling über Iridologie – was die Augen über den Darm verraten.
Belastungen des Magen-Darm-Trakts spiegeln sich direkt im Auge wider. Als Schlüsselindikator dient das „Darmarteriezeichen“ – je sichtbarer es hervortritt, desto kritischer ist der Zustand des Pferdes. Sandansammlungen oder Kolikrisiken können darüber frühzeitig erkannt werden.
Sylvia von Rosenberg, Almapharm, klärte in ihrem Beitrag Wenn das Maul brennt – Mikronährstoffe und Immunaktivität über zellbiologische Hintergründe von Entzündungen der Maulschleimhaut auf. Hier lag der besondere Fokus auf Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen (FORL) bei Katzen. Erläutert wurden auch Mastzellaktivität, Zytokine und Osteoklastenbildung. Sie zeigte in ihrem Vortrag auch therapeutische Wege zur Behandlung.
Im Anschluss wurde ein neues Format getestet, die sogenannte „Fishbowl“. Hier wurde das Thema Zahngesundheit bei Katzen als Thema gesetzt und Fragende konnten als Teil der Diskussion mitwirken.
Den Vortragsabschluss des ersten Tages bildete unsere Kollegin Susan Bär, Tierheilpraktikerin, mit ihrem Vortrag Säure-Basen-Gesundheitskonzept für Körper & Geist.
Sie demonstrierte am Beispiel von basischem Wasser, wie der Säure-Basen-Haushalt die Zellenergie steuert und sich sogar über 1,5 Jahre rückwirkend diagnostizieren lässt. Ihre natürlichen Produkte bieten zudem hocheffektive Lösungen für die moderne Wundversorgung. Im Selbstversuch durften wir basisch aufgeladenes Wasser testen.
Sonntag, 02.11.2025
Wir begannen den Sonntagvormittag mit Gesundheit beginnt im Kopf – Praxisfälle
Verschiedene TherapeutenInnen stellten aus ihrer Praxis eine Reihe von Fällen vor, die eindrucksvoll aufzeigten, wie komplex Heilung verlaufen kann, welche Schwierigkeiten auftreten können und welche Behandlungserfolge möglich sind.
Sehr deutlich wurde, dass Heilung nicht immer gradlinig verläuft und man auch über Umwege, eventuelle Rückschläge oder Schwierigkeiten trotzdem zu einem Erfolg kommen kann.
Thomas Steinmetz, Tierheilpraktiker, entführte uns mit seinem Vortrag Netz ohne Weber – Mycelium, Nervensystem und die neuroregulative Kraft der Vitalpilze in die Welt der Pilze und ihrer phänomenalen Heilkräfte.
Er beleuchtete die Neuroregulation durch Vitalpilze und wie deren Wirkstoffe das Nervensystem gezielt unterstützen können. Die zentrale Herausforderung liegt dabei in der Überwindung der Blut-Hirn-Schranke, um direkt in der Zelle Regenerationsprozesse zu aktivieren und gleichzeitig entzündliche, heilungshemmende Einflüsse zu stoppen.
In einem gemeinschaftlichen Vortrag zum Thema Vestibularsyndrom –„Kirmes im Kopf und nichts Genaues weiß man nicht“ von Gisela Bolbecher, Brigitta Smit-Fornahl und Markus Steiner
Das Vestibularsyndrom bleibt oft eine vage Verlegenheitsdiagnose. Brigitta Smit-Fornahl zeigte jedoch eindrucksvoll, wie man die diagnostische Sackgasse verlässt: Ein vollständig gelähmter Hund war nach teurer Klinik-Odyssee ohne Befund.
Erst das gezielte Gespräch deckte die Ursache auf: Eine vorangegangene Mehrfachimpfung (6-fach) kombiniert mit Antiparasitika (Bravecto). Statt Apparatemedizin setzte sie auf Entgiftung und energetische Regulation. Das Ergebnis: Der Hund erholte sich in kürzester Zeit vollständig. Ein klarer Beweis für den Wert einer ganzheitlichen Ursachenforschung.
Noch einmal lies uns Sylvia von Rosenberg, Almapharm, mit einem interessanten Vortrag zu Mikronährstoffe bei kognitiver Dysfunktion, Demenz und Epilepsie an wertvollen Informationen teilhaben. Spezifische Mikronährstoffe können die Regeneration der Nerven fördern und mit orthomolekularer Medizin lassen sich bei Demenz, kognitiven Störungen und Epilepsie Zellmembranen stabilisieren, die Neurotransmitter ins Gleichgewicht bringen und den antioxidativen Schutz stärken.
Last but noch least kam Christian Torp, Tierarzt, mit seinem spannenden Abschlussvortrag Der Therapeut verdient an Gesundheit mehr als an Krankheit zu Wort. Er stellte sein Programm Akupunkturorientierte Energiearbeit – AOE vor und seine inzwischen siebenjährige Erfahrungen und den damit betreuten Tieren und BesitzerInnen. Mit über 160 Pferden hat er ein Geschäftsmodell vorgestellt, bei dem es darum geht, die Belastungen, die sich zu Krankheiten entwickeln können, frühzeitig zu erkennen und auszuschalten. Prävention statt Krankheiten behandeln ist sein Erfolgsmotto.
Insgesamt habe ich hier ein Wochenende mit vielen interessanten und spannenden Vorträgen in einer tollen Atmosphäre erleben dürfen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Das ganz besondere für mich an dieser Tagung war die Gemeinschaft der Tier- Therapeuten und -Therapeutinnen aller Ausrichtungen, die einander mit so viel Herzlichkeit, Respekt und Wertschätzung begegnet sind.
Und alle haben einen wichtigen Herzenswunsch: Einstehen für die Gesundheit und Achtung von Tieren - und Menschen zu begleiten, zu unterstützen auf dem Weg zum Bewusstsein, dass auch Tiere ein Recht auf Gesundheit haben, auf eine Gesundheit, die Körper, Geist und Seele vereinen.
Es war ganz wunderbar und in 2026 bin ich auf jeden Fall wieder dabei!